Der Schmerz den wir in uns tragen… Cheat Sheet zu der Begegnung mit sonderlichen Menschen!

Gerade nach Lesens der Anekdote Marcus Tullius Ciceros im ersten Buch der fünf Bücher über das höchste Gut und Übel, wird es mir wieder einmal klar.

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Du kannst einfach nicht gewinnen gegen den inneren Aufruhr. Dieses Rebellieren an vorderer Front, immer wieder am machen, immer wieder am Treiben und am pushen.

Doch letztendlich bringt es ja nichts.

Dieser ganze Aufwand.

Überkochende Triebwerke, ein treibender und funkenschlagender Kopf.

Ideen bis zum abwinken.

Aber lass dich NIEMALS…

Ich sage

NIEMALS

BLENDEN

BLENDEN

ist das Schlechteste für den eigenen Kopf. Manchmal kommen da so Ausreden in deinen Kopf. Sachen wie

„Oh jaaaaaa, wenn ich das und das endlich habe… Dann bin ich komplett!“

„Wenn ich das und das erreicht habe… Dann bin ich vollständig!“

„Wenn ich meine Hose auf 90° trage ist sie cooler, dann bin ich vollständig…“

BLENDEN

ist Schrecklich!

Und jetzt lass mich dich einmal einem Punkt abholen, um diese Gedanken nachzuvollziehen.

Das Alles sind Konzepte

Ich muss da gerade mal leider dazwischen funken.

Schade eigentlich, das wir Allesamt in Konzepten denken. Wir als Menschen sind dazu konzipiert, Sachen anzuzweifeln und zu überdenken und zu überschauen, aber sobald du mit deinem Ego an Themen involviert bist, wirst du EKELHAFT.

Immer.

Egal in welcher Situation. Und das garantiere ich.

Sobald dieses Ego hochfährt von wegen „Ja… Ich bin ja der und der und das gehört dazu“.

Das ist der „Spieß“, der „Shtick“…

Dieser Stock in dir,

der dich nicht richtig aufatmen lässt und die Wahrheit anerkennt wie sie vor dir steht in ihrer puren Form.

Als Wahrheit.

Eine Wahrheit ist wahr, weil sie keine Glaubenssätze unter sich trägt. Wenn sie sich auf Tatsachen berufen würde, wäre sie nichtmehr wahr, weil sie dann wiederlegt werden könnte. 😉

Kleiner Gedankentrick am Rande.

Wahrheiten sind halbe unvollendete Tatsachen.

Es ist manchmal schwer. Zum Beispiel hatte ich vor kurzem dieses Gespräch mit einem Mitarbeiter einer wirklich großen Werbefirma. Ich bewerbe mich zur Zeit und finde es ganz toll die Erfahrungen aufs Neue zu machen. Zu entdecken und zu leben. Das finde ich, ist wirklich, was das Leben ausmacht. Auf Abenteuer zu gehen und neuen Wind zu spüren, der die Segel aufbläst.

Diese Werbefirma war super. Wirklich klasse positioniert. Tochterfirma einer wirklich tollen und sehr bekannten Marke, ich sage keine Namen.

Positioniert wie eine Eins, bekomme ich die Gelegenheit zu einem Gespräch.

Dieses Gespräch findet folgendermaßen statt:

Eins zu Eins beschrieben.

Verwirrende Namen, die sich abwechseln bei der Behandlung meiner Bewerberdaten.

Es schrieben vor dem Gespräch mindestens 3 Personen mit mir, dann rief mich eine ganz andere Person an, die mir keinen richtigen Termin geben konnte.

Nach Verlegung des Termins auf einen absurden Tag erfolgt dieses Szenario…

11.00 – Gesprächstermin per Skype

Dring dring dring

Telefon klingelt.

„Hallo!“, melde ich mich begeistert, ich erwarte an dem Punkt natürlich ein vortreffliches und souveränes Gespräch.

„Hallo.“, meldet Sie sich am Telefon, nennen wir Sie, Person A, soll wohl eine Rekrutiererin sein.

A:“Ich weiß ich bin zu spät dran, aber Skype funktioniert nicht. Können wir auch über Telefon sprechen? Das wäre super.“

Ich:“Joar. Machbar.“, noch ist es nicht schlimm. Es ist jetzt aber der zweite Patzer.

Patzer 1: Verwirrend viele Namen, die sich um eine Angelegenheit kümmern

Patzer 2: Verlegung des Meetings auf eine niedrigere Ebene, nurnoch Telefonat

Ich weise daraufhin, das ich an diesem Punkt bereits sehr cool und souverän mit der Situation umgehe. Ich erwarte jetzt aber auch natürlich mal etwas Biss und ein bisschen Coolness von Ihrer Seite.

„Ja… Also…“, fängt sie an und schweift aus „Ich erzähle dir jetzt erstmal von mir und dies und das und dann werde ich ganz genau sagen, was…“, ich bekomme große Augen und merke, das meine Erwartungen geweckt werden. „Ja, super.“, endlich mal Jemand, der von sich aus etwas erzählt.

Das kann spannend werden.

Sie legt los und redet 2 Minuten.

Danach Stille.

„Hast du Fragen?“

Ich bin leicht erstaunt.

Patzer 3, nach zwei Minuten im Bewerbungsgespräch Stille.

Das macht. Um alle Patzer zusammen zu zählen jetzt drei Patzer.

Patzer 1: Verwirrend viele Namen, die sich um eine Angelegenheit kümmern

Patzer 2: Verlegung des Meetings auf eine niedrigere Ebene, nurnoch Telefonat

Patzer 3: Nach 2 Minuten Erklärung nichts mehr zu sagen.

Und deswegen schreibe ich ja.

Weil ich mir nicht erklären kann, wie Jemand so unverantwortlich mit Wert umgehen kann.

Und hier Spoiler ich mal kurz, weil ich Selbst lange Zeit eine Selbständigkeit hatte, mit der ich früher rumhantierte. Ich verstehe halt einfach nicht, wie Jemand sich dieses Übel angewöhnen kann, Jemanden derart im Trockenen stehen zu lassen. Gewisse Informationen gibt man sofort nicht raus, aber so Etwas lustiges mit sovielen Zufällen auf einmal, jaja… Erzähl mir mehr! 🙂

Jetzt gehts erst richtig los. Wir sind also schon heiß dabei.

Da ist pure Stille am Telefon und sie meint zu mir.

A:“Aber erzähl du mal von dir!“

Ich fühle mich als ob ich im Kindergarten gelandet bin. Wenn sie eine gute Rekrutiererin ist, hat sie bereits drei Informationen über mich bereit gestellt. Aber nicht schlimm.

Man ist ja gerade auch in der Bewerber-Position ne!

„Ja, also… (Habe eine massive Bewerbung geschrieben, wo alle Formalien drin stehen, schau da doch mal rein…) Hagen mein Name… etc“

…Und deshalb rufe ich an!“

A:“Achso!“

Ich:“Ja…“, will weiterhaken, damit sie doch noch was Preis gibt?

Patzer 4: Bietet keinen Mehrwert an und schweigt durchgehend.

Warte mal… Wenn das kein Zufall ist… Ich rechne mal kurz zusammen:

Patzer 1: Verwirrend viele Namen, die sich um eine Angelegenheit kümmern

Patzer 2: Verlegung des Meetings auf eine niedrigere Ebene, nurnoch Telefonat

Patzer 3: Nach 2 Minuten Erklärung nichts mehr zu sagen.

Patzer 4: Bietet keinen Mehrwert an und schweigt durchgehend.

Langsam bin ich echt ziemlich ernüchtert und enttäuscht und wage auch keine Frage mehr, weil ich weiß, was die Antwort ist.

Mittlerweile antwortet sie nurnoch mit

„Hast du sonst noch Fragen?“

Hahahaahah, Fragen wodrauf denn? Auf deine zwei Minütige Erklärung?

Ja klar. Pass auf

„Was ist euer Budget?“, BÄM da hast du es.

A:“Darüber dürfen wir nicht sprechen.“

Patzer… Ach scheiß drauf…

Patzer 1: Verwirrend viele Namen, die sich um eine Angelegenheit kümmern

Patzer 2: Verlegung des Meetings auf eine niedrigere Ebene, nurnoch Telefonat

Patzer 3: Nach 2 Minuten Erklärung nichts mehr zu sagen.

Patzer 4: Bietet keinen Mehrwert an und schweigt durchgehend.

Patzer 5….

Und ihr könnt euch vorstellen wie es zuende geht.

Natürlich verabschiedete ich mich.

Unten noch ein paar direkte Lösungsansätze.

Aber im Groben und Ganzen natürlich vollkommen schwachsinnig dort in der Situation mitzumischen und noch weiterzuhaken.

Schade. Wird es Jemand Anderen Glücklichen treffen.

Also wenn das der Grund ist, warum ich das hier gerade tue… Sage ich dir eins.

Und ja…

Ich werde es immer tun.

Immer wieder Bewerbungsgespräche durchlaufen und Gespräche mit Anderen zu führen, damit ich auf solche Fälle vorbereitet bin, und ja keinem Rekrutierer in die Arme falle, der so ein Spielchen mit Menschen abzieht!

Alles klar. Bevor ich hier Jeden in Depression reiße, hier verschiedene Lösungswege:

A) Geh nur immer zwei Mal mit so Etwas mit

Das ist die Zweier-Regel. Passiert ein Move, der ins Nichts läuft, sagt man „OK!“, beim zweiten Mal, sagt man „Ahah.“ und das Dritte Mal sollte es nicht geben!

B) Achte darauf, das die Person vertrauenswürdig ist:

Achte einfach darauf, wenn die Person sich glaubwürdig gibt und sich als „Mensch“ zeigt, ist sie nicht zu sehen, weder anzutreffen, noch mit irgendeinem Namen irgendwie zurückverfolgbar, sollten an dieser Stelle die Alarmglocken läuten!

C) Mitverfolgen, ob die Person es ernst meint:

Common Sense. Gerade in so Situationen immer ein Auge auf den Gesprächsverlauf achten, normalerweise sollten in einer normalen Konversation 40%>60%, oder 60%<40% sein. Immer nach Ausgangslage zu entscheiden.

Jeder der dort in der Falle sitzt, tut mir außerordentlich Leid. Da warte ich noch ne Runde.

Ciao ciao und viel Erfolg Alle zusammen.

Hagen Kadagies

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